EIN ROADTRIP NACH SCHWEDEN I REISETAGEBUCH PART III – MEIN TRAUMHAUS

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Weiter geht’s mit dem dritten und letzten Teil meines Reisetagebuch unseres Schweden-Roadtrips. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich das Haus unserer letzten Roadtrip-Station entweder von Schweden ins Hamburger Umland verpflanzen oder zu meinem eigenen Sommerhaus küren. Das Tolle: ihr könnt das Haus auch buchen. Eines müsst ihr mir aber versprechen: Wenn ihr es besucht, grüßt dieses hübsche Fleckchen Erde von mir und haltet mir nächstes Jahr zumindest noch ein paar Tage frei.

Wie ihr bereits wisst, bin ich immer auf der Suche nach besonderen Unterkünften. Etwa acht Wochen bevor unser Roadtrip startet, klicke ich mich bei Airbnb durch zahlreiche Sommerhäuser. Schnell muss ich feststellen: Die anderen waren schneller und viele Schätze sind bereits ausgebucht. Und dann taucht es auf, das Glashaus von einem Kopenhagener Architekten, mit wenigen Bewertungen, etwas unscharfen Bildern und einem angemessenen Preis von 110 Euro pro Nacht (für vier Personen). Um mich ist es sofort geschehen. Noch schnell den Freund davon überzeugen, dass wir es uns auch ohne Sofa und in Einzelbetten gemütlich machen können – und auf den Book-Button geklickt.

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Wir machen uns also von dem Bed & Breakfast Lådfabriken an der Westküste auf nach Südschweden zum Airbnb-Traum. Dreieinhalb Stunden Autofahrt liegen vor uns, kein Problem in unserem blauen Flitzer aka Suzuki Vitara – meine Vorfreude steigt im Kilometertakt. Als wir die letzten hundert Meter einen Feldweg herunterfahren, wird mir kurz mulmig. Ein Pärchen mit Hund im Glashaus am See, keine Nachbarn, ein Feldweg und dichter Wald – klingt nach einem perfekten Horrorfilmeinstieg. Doch wir werden schnell beruhigt – immerhin zählen wir ein, zwei… drei Häuser in unserer Nachbarschaft.

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Wir entdecken das Glashaus zwischen vielen Bäumen und hohem Gras – wir sind da! Bevor wir es beziehen, mache ich schnell die ersten Fotos – denn, dass das minimalistische Häuschen gleich noch so clean aussehen wird, wenn wir erstmal unseren Kram reingetragen haben, bezweifle ich schnell.

Lyckan heißt unsere Unterkunft für die nächsten Tage und liegt direkt am großen Åsnen-See. Wir gehen rein und stehen immer noch mitten im Wald, umgeben von einer minimalistischen schwarz-weißen Ikea-Einrichtung, ein paar Designerstücken, kein Krimskrams – mir fehlt nichts und ich emfpfinde nur Glück.

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Unsere folgenden Tage bestehen aus auf der Terasse frühstücken, spazieren gehen, Helle einfangen, Kanu fahren, Helle beim Planschen im See zugucken, Pferde im Mini-Schwedendorf nebenan streicheln, Blumen pflücken, Blumenkränze basteln, ein Video für ein befreundetes Hochzeitspaar drehen, lesen, Postkarten schreiben und mit tollen Interior-Briefmarken bekleben und kochen. Zum Baden ist es leider zu kalt – 15 bis 17 Grad zeigt das Außenthermometer an und aus unserer Traumvorstellung, den ganzen Tag an unserem Ministrand abzuhängen und im See zu baden, wird leider nichts.

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Nachts schlafen wir zufrieden in unserem “Eisenwagon meets Spaceshuttle”-Schlafzimmer ein – fast, denn ein paar Schritte auf der Veranda und dem Kies und Helles leises Knurren lassen mich in der ersten Nacht doch aufschrecken – ich schiebe alles auf den Hirsch, dem wir am Tag beim Spazierengehen begegnet sind und der einfach nochmal hallo sagen wollte.

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Ohne Loppis geht natürlich auch hier wieder nichts. An einem Nachmittag besuchen wir den Antikhandel in Olofström, den ich bereits während meiner Schwedenreise vor fünfzehn Jahren (man ist das lange her!) mit meinen Freundinnen besucht habe. Ich finde meine Souvenirs: eine Blumenampel aus den Siebzigern und ein Dahla-Pferd ist Pastelltönen. Außerdem folgen wir wieder einem Loppis-Schild am Straßenrand und landen auf diesem hübschen Hof (Bild oben).

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Nach vier Tagen Traumurlaub in Schweden packen wir erneut unsere sieben Sachen und verlassen unser Traumhaus am See – mit der Gewissheit: Lyckan, wir sehen uns definitiv wieder!

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Unser Panoramadach unseres Vitaras sorgt wieder einmal für die schönsten Ausblicke bei der Autofahrt – wir überqueren eine Brücke, entscheiden uns für einen kurzen Zwischenstopp beim Wood Wood Lagersale in Kopenhagen (ähm ja) und lassen uns danach nach Hause rollen.

Schweden, jag alska dig!

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Wenn mich dieses Haus eines gelehrt hat, ist es, dass man mit wenig auskommt, das Stauraum das A und O ist und ich mich in der Natur einfach am wohlsten fühle. Bis ich also in mein Traumhaus ziehe, werde ich mein Hab und Gut auf jeden Fall reduzieren (Hallo Marie Kondo Methode!) – schließlich muss ich für den Einzug bereit sein. :)

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