EIN ROADTRIP NACH SCHWEDEN I REISETAGEBUCH PART II – LÅDFABRIKEN

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Ich freue mich sehr, dass euch Teil 1 meines Schweden-Reisetagebuchs so gut gefallen hat. Weiter geht’s mit dem zweiten Teil und einem ganz besonderen Unterkunfts-Tipp für euch!

Tag 6 unseres Roadtrips ist angebrochen und wir machen uns am Nachmittag entspannt von Göteborg auf zu unserem nächsten Ziel. Etwas über eine Stunde fahren wir die Westküste Richtung Norden entlang. Beeindruckend ist vor allem die Strecke zwischen Stenungsund und Varkill, wo sich Fjorde und eine wunderschöne Fels- und Wiesenlandschaft mit Islandponys abwechseln. Die Sonne scheint, wir lassen uns von den schwedischen Radiosendern berieseln und düsen mit viel Vorfreude und unserem blauen Vitara an der Küste entlang.

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Auf unser Pippi-Langstrumpf-Haus und das Scandic Rubinen in Göteborg folgen zwei Nächte in der Lådfabriken, ein Bed & Breakfast der ganz besonderen Art und ein absoluter Geheimtipp! Vor meiner Reise hatte ich mir mit der tollen Bine gemailt, die die PR für Visit Sweden macht und sie nach besonderen Unterkünften gefragt, nachdem dieses atemberaubende Baumhaus-Hotel nicht in Frage kam, weil es sich zu weit im Norden befindet. Sie schickte mir den Link zu Lådfabriken und ich wusste sofort: Da muss ich hin! Ohne sie hätte ich die Unterkunft, die nur drei Gästezimmer hat, sicherlich nicht gefunden, da bis jetzt kaum über diesen tollen Ort an der Küste von Bohuslän berichtet wurde.

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Unsere hellgrau gestrichene Unterkunft, die mich ein bisschen an ein Legohaus erinnert, mit gelben Kubus und den roten Details, erkenne ich schon von weitem – vorab habe ich die Bilder im Internet natürlich genauestens studiert. Hausherr Marcel nimmt uns auf dem Parkplatz herzlich in Empfang und sein Hund Bruno wartet gespannt auf Helles Hüpfer aus dem Auto. Wir trinken erstmal eine kalte Cola auf der Terasse und ich weiß nicht, wo ich als erstes hingucken soll: auf die kunterbunten Blumen, die beeindruckende Küste, den riesengroßen Felsen im Garten oder doch auf die außergewöhnliche Architektur des Hauses?

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Nach dem Willkommensdrink macht Marcel mit uns eine Haus-Tour und ich weiß wieder nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Zusammen mit seinem schwedischen Freund Johan, der nur ein Dorf weiter aufgewachsen ist, hat Marcel, der ursprünglich aus Holland kommt, die ehemalige Fabrik zu einem beeindruckenden Loft umgebaut. Vor zwei Jahren entstand die Idee, ihr Loft auch für Gäste zu öffnen uns sie bauten es dementsprechend um. Beide kommen aus der Kreativszene – Marcel arbeitet im Marketingbereich und Johan ist Creative Director bei Reebok. Im oberen Geschoss des Hauses befinden sich jetzt drei individuell gestaltete Zimmer, drei Badezimmer und eine Leseecke mit Meerblick für die Gäste, im Erdgeschoss trifft das Wohnzimmer mit der großen Fensterfront auf eine offene Küche.

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Jede Ecke ist liebevoll mit Vintagestücken und Designobjekten dekoriert und viele bunte Farben, Muster und Formen treffen im lichtdurchfluteten Loft aufeinander. Ich knipse aus allen Perspektiven Fotos, drehe unaufällig Keramiken um, um die Hersteller herauszufinden und bestaune die zahlreichen Sammlungen und Arrangements. Skandinavischer Stil kann also auch anders aussehen!

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Wir beziehen für die erste Nacht das wunderschöne und große West-Zimmer mit Fenstern, die uns runter ins Wohnzimmer und außerdem auf die Nordsee gucken lassen. Die zweite Nacht schlafen wir im kleinen aber gemütlichen Süd-Zimmer (Zimmer inkl. Frühstück ab ca. 160 Euro pro Nacht).

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Nach der Begehung und unendlich viele Eindrücken für mein Designherz, schnappen wir uns unsere Badesachen, spazieren durch den Garten und befinden uns nach 30 Schritten direkt an der wunderschönen Küste. Abgesehen von der Familie aus San Francisco, die ebenfalls bei Marcel zu Gast ist, sehen wir nur Felsen, Wiese und ein paar Fischkutter – und Bruno, der Helle auf Schritt und Tritt folgt. Wir lassen uns auf einer Miniwiese zwischen den Felsen nieder und den Tag mit Füße ins Wasser halten ausklingen.

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Am Abend lese ich schwedische Krimis im gelben Kubus mit Blick auf die schöne Landschaft und angeknipstem “N” neben mir – Helle fällt zufrieden um 20 Uhr in den Tiefschlaf.

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Morgens frühstücken wir mit den anderen Gästen zusammen in der Küche, mit kunterbuntem Geschirr, bunten Porzellanvögeln und frischen Blumen auf dem Tisch. Unser Tagesprogramm entsteht am Frühstückstisch. Eine Hamburgerin, die lustigerweise durch einen Instagram-Post von mir auf Lådfabriken aufmerksam geworden ist, empfielt uns eine Wanderroute in dem Naturschutzgebiet Herrestadsfjället und Hausherr Marcel den kleinen Samstags-Mini-Flohmarkt beim Sportplatz in Möllesund. Wir düsen also nach dem Frühstück los, ich kaufe handbestickte Tischdecken auf dem Flohmarkt und wir fahren danach eineinhalb Stunden Richtung Naturschutzgebiet. Unser tolles Panorama-Glasschiebedach haben wir geöffnet – ich beobachte wie die Tannen an uns vorbeizischen und Helle lernt die schwedischen Vogelarten auswendig. Die letzten 25 Minuten fahren wir auf einer Sandpiste – für unseren Vitara mit Allradantrieb natürlich kein Problem.

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Mitten in der Pampa machen wir Halt. Ein kleines Schild zeigt rechts in den Wald – drei Stunden wandern wir (meine erste richtige Tour) den gelb markierten Weg auf unserer Karte entlang, machen Pausen mit Kanelbullar und begegnen keiner Menschenseele – aber leider auch keinem Elch. Wir kraxeln über Felsen, überqueren lustige Holzbrücken, entdecken eine unbewohnte Holzhütte und gehen schmale Wege an den riesengroßen Seen entlang. An alle, die mal richtig abschalten wollen: das ist euer Place to be!

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Auf dem Rückweg folgen wir noch zwei “Loppis”-Schildern (Bild unten) und lassen den Abend auf dem bunten Camouflage-Sofa in der Lådfabriken ausklingen. Am zweiten Morgen heißt es für uns schon wieder: Weiter geht’s zu Stop Nr. 4 – in mein Traumhaus! Vier Stunden Autofahrt liegen vor uns – mehr erfahrt ihr im letzten uns dritten Teil meines Reisetagebuchs.

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Fotos: I♥PONYS Magazine

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