EIN ROADTRIP NACH SCHWEDEN I REISETAGEBUCH PART I – SCHWEDENHAUS & GÖTEBORG

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Im Juli ging es endlich in den Sommerurlaub – unser erster Urlaub mit Hund hat uns nach Schweden geführt. 13 Tage, ein kleiner Roadtrip, vier ganz unterschiedliche Unterkünfte und ganz viel Natur. Im ersten Teil nehme ich euch mit ins gelbe Pippi-Langstrumpf-Haus und nach Göteborg.

ON THE ROAD

 

Wir starten zur Mittagszeit. 7,5 Stunden zeigt das großzügige Navi in unserem Suzuki Vitara, der uns freundlicherweise für unseren Roadtrip geliehen wurde. Mit Selbstversorgung und Hund kommt dann doch einiges zusammen und ein paar PS mehr auf der Autobahn machen ebenfalls happy. Helle nimmt auf der Rückbank in ihrem Körbchen Platz – ihr neues Nilpferd, dem sie aus unerfindlichen Gründen kurz vor dem Start noch schnell die Augen entfernt, ist ebenfalls dabei.

Viele Wege führen nach Schweden – wir haben uns vorab gegen die zwei Fähren entschieden und überqueren die Storebael-Brücke in Dänemark und die Øresund-Brücke, die Kopenhagen mit Malmö verbindet – tolle Aussichten inklusive (die Brückenmaut liegt bei ca. 100 Euro pro Tour).

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STOP 1: DAS HAUS AM SEE IN SÜDSCHWEDEN

 

Nach ein paar Pausen und Tankstellen-Gassi-Stops (hinter fast jeder Tankstelle gibt es schöne Feldwege!) treffen wir nach ca. 8,5 Stunden bei unserem ersten Stop ein: ein typisches gelbes Schwedenhaus am See, zwischen Växjö und Karlshamn, das den Eltern einer Freundin gehört und, das ich in meiner Jugend bereits zweimal besucht habe. Wir steigen schnell aus und noch bevor wir das Haus betreten, rennen wir durch den Garten zum Steg – wir freuen uns riesig auf drei Tage in unserem großen Pippi-Langstrumpf-Haus!

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Den Stadtlärm vermissen wir keine Sekunde, frühstücken auf der Veranda mit Dala-Pferd und Holz-Schwedenfahne auf dem Tisch, erkunden mit Helle die umliegenden Wälder, halten stets Ausschau nach Elchen, erkunden Wildschweinspuren in Nachbars Garten und fahren Kanu und Kajak. Die vielen bunten Wiesenblumen verleiten mich schnell einen Blumenkranz zu binden, auf Nr. 1 folgt schnell Blumenkranz Nr. 2 – fehlen nur noch der Midsommar-Baum und eine große Schweden-Clique. Auch wenn die Temperaturen nicht den Sommer ausrufen (circa. 17 bis 19 Grad), hüpfen wir alle drei natürlich trotzdem in den See und als es abends kühler wird, relaxen wir in der kleinen Sauna mit Seeblick.

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“Loppis” wird in den zwei Wochen mein Lieblingswort sein. An den Straßen entdeckt man, vor allem an den Wochenenden, oft ein Schild mit dieser Aufschrift, das zu kleinen Haus- oder Scheunenflohmärkten führt. Zwar haben große Antikhändler die Flohmärkte schon nach allen Eames Chairs duchstöbert, viele kleine Schätze warten aber trotzdem noch auf neue Besitzer. Schräg gegenüber von unserem Haus besuchen wir unseren allerersten Loppis und stärken uns nachmittags mit Våffla (= Waffeln) und Kaffee. An den ersten Tagen heißt es erstmal entspannen und unser blauer Vitara, der sich perfekt neben dem gelben Schwedenhaus macht, hat erstmal Pause.

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STOP 2: GÖTEBORG

 

Die Größe von Schweden darf man nicht unterschätzen. Wir haben uns bewusst nur für die Erkundung des Südens und des Westens entschieden – eine Fahrt nach Stockholm oder sogar in den Norden hätte viel zu viele Autostunden geschluckt. Wir machen uns also nach drei Tagen im Schwedenhaus am Mittag auf den Weg in den Westen – drei Stunden liegt Göteborg von unserem ersten Haus entfernt.

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In Göteborg bleiben wir zwei Nächte und werden das einzige Mal, während unseres Schweden-Trips, in einem Hotel schlafen. Wir checken in das Scandic Rubinen ein, das in der Kungsportsavenyn liegt und somit nur wenige Gehminuten vom Stadtkern entfernt ist. Wir werden mit Klatschen und Jubeln begrüßt, denn zeitgleich zu unserem Besuch findet der “Gothia Cup“, das größte Jugendfussballturnier mit 1.600 Manschaften statt – das Fußballfeld liegt nur zwei Straßen von unserem Hotel entfernt. Im Rubinen gibt es extra ein paar Zimmer, in denen man mit Hund übernachten darf – Helle fühlt sich schnell pudelwohl und das “Pet in Room”-Schild lässt auch das Service-Personal wissen, wer sich hinter der Tür versteckt.

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Das Hotel hat einige hübsche Designdetails, besonders die Meetingräume, in denen wir zufällig nach dem Frühstück landen, gefallen. Außerdem liebe ich Dachterassen und hätte nur zu gerne eine eigene oder zumindest ein Dach, das man betreten kann. Auf unserem Hoteldach werden wir fündig und schlürfen den Hej-Göteborg-Drink am Abend unserer Ankunft mit Blick auf die Stadt.

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Am nächsten Morgen steht erstmal der Besuch des wunderschönen Parks Trädgårdsföreningen auf dem Programm. So schön habe ich mir den Vormittag ausgemalt: durch die Gärten schlendern, Kaffee schlürfen und auf einer der zahlreichen Wiesen picknicken und Kanebullar essen. Aber schon am Eingang werden wir enttäuscht – ein “No Dogs”-Schild macht uns einen Strich durch den perfekt ausgemalten Tag. Wir betreten den Park trotzdem und werden relativ schnell von einem netten Schweden auf einem Golfwagen auf das Verbot aufmerksam gemacht. Also mache ich alleine eine 5-Minuten-Tour duch den hübschen Palmengarten, während mein Freund mit den anderen enttäuschten Hundebesitzern vor dem Park kurz auf mich wartet. Und dann heißt es leider: Adjö Trädgårdsföreningen!

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Wir schlendern also weiter am Wasser entlang, durch kleinere Parks und durch die Stadt, ich kaufe ganz viel Kleinkram für Hochzeitsgeschenke im neu entdeckten Lagerhaus, schaue mir Wohnlieblinge bei Artilleriet und Modefavoriten bei Grandpa und Acne an – wir machen eine Kaffeepause bei Da Matteo und gehen abends bei Familjen essen, das Restaurant, das auch viele Locals besuchen, habe ich vor ein paar Jahren, während meiner Visit Sweden Pressereise, kennengelernt.

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Am Abend ist es soweit: Wir gehen in den schönen Liseberg Freizeitpark, der bis 23 Uhr geöffnet hat. Gemeinsam mit gefühlt hundert Fußballmanschaften fahren wir Achterbahn und Riesenrad, essen Chips aus gepunkteten Tüten und schauen den Kindern zu, wie sie monstergroße Keks-Tafeln und Toblerone-Stangen aus den Losbuden schleppen. Wir fühlen uns wie in einem Mix aus Dom, Grand Budapest Hotel und “Schatz, du hast die Kinder geschrumpft”.

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Bevor wir am nächsten Morgen zu unserer nächsten Unterkunft an der Westküste fahren, machen wir noch einen kleinen Abstecher zu Kvadrat, ein kleiner und sehr feiner Living-Store etwas außerhalb vom Zentrum, mit Hay, Muuto und alles, was das Interior-Herz begehrt.

Und dann geht’s weiter zur wunderschönen dritten Unterkunft – mehr erfahrt ihr im zweiten Teil.

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