ZU BESUCH IM ATELIER VON MALAIKARAISS

In knapp einer Stunde präsentiert die sympathische Jungdesignerin Malaika Raiss, die seit 2010 mit ihrem Team unter dem gleichnamigen Label MALAIKARAISS designt und schon für Labels wie Lala Berlin und Sabrina Dehoff arbeitete, ihre erste Runway-Show im Berlin-Fashion-Week-Zelt (im Sommer zeigte sie ihre Kollektion bereits im Studio). Für ein Feature, das ich für die nächste Ausgabe der BLONDE schreibe, habe ich die 26-jährige Wahlberlinerin in ihrem Atelier  in Friedrichshain besucht, interviewt und natürlich auch ein paar Eindrücke für I♥PONYS festgehalten. 

Entspannt und übersichtlich – so könnte man die Stimmung und die Szenerie in Malaika Raiss’ Atelier 24 Stunden vor der Show beschreiben. Lediglich das Fitting-Model Olga, das heute mehrmals auf der Show laufen wird und diese auch eröffnet, ließ auf sich warten und traf neun Stunden später ein. Zwischen Sabrina-Dehoff-Schmuckstücken, der heiligen Stange mit den Kollektionsteilen, Zuständigkeitslisten, spitzen Nelly-Pumps, Dino-Festival-Maskottchen, Goodie-Bags und inspirierenden Moodboards, verriet mir Malaika schon etwas mehr über ihre Kollektion, die gleich auf dem Laufsteg ihr Debüt feiern wird.

INTERVIEW

I♥PONYS: Wovon hast du dich für deine Herbst/Winter Kollektion 2012/13 “Double Identity” inspirieren lassen?

Malaika Raiss: Es geht um Kontraste – wir wollten die starke Powerfrau in Kontrast zu der zarten Frau setzen. Außerdem sind wir immer noch ein bisschen auf der späten Siebzigerwelle mit Bianca Jagger und Jane Birkin unterwegs, was ein bisschen ins Französische abgedriftet ist. Wir  haben ebenfalls mit Kristallfarben gearbeitet und versucht in die Farbtöne und auch in die Materialoberflächen zu gehen.

Wie entsteht bei dir eine Kollektion?

Kollektionen entstehen bei mir nebenher, vor allem über Bilder. Bevor ich bewusst mit einer Kollektion beginne, ist sie eigentlich schon fertig konzipiert. Ich habe einen Ordner auf meinem Desktop, in den ich immer schon Bilder reinziehe, die ich irgendwo finde. Das Grundgerüst steht dann meistens schon. Dann gucke ich welche Materialien es gibt und schaue, was man genau machen kann. Das fängt meistens mit Strick an weil das relativ früh produziert werden muss und dann kommen die Stoffe dazu und wir schauen, was für Prints wir dazu entwickeln können oder was wir für Farben nehmen. Wir machen auch gerne Stoffe selbst, wie den Brokat, für den wir das Motiv selbst entworfen haben. Dieses Mal haben wir außerdem mit Swarovski zusammengearbeitet und Strukturen erstellt – dafür haben wir uns von der Mondoberfläche inspirieren lassen. So vervollständigt sich die Kollektion dann nach und nach.

Fließt dein persönlicher Stil auch mit in die Kollektion ein?

Auf jeden Fall. Es gibt immer ein paar Teile, von denen jeder hier sagt “Das ist ein Malaika-Teil”, dann gibt es ein paar Lina-Teile und natürlich spielen auch andere Leute mit rein, die mit an der Kollektion gearbeitet haben. Aber natürlich muss es mir gefallen. Es gibt aber auch in dieser Kollektion Teile, die einfach nicht direkt meinem persönlichen Stil entsprechen – allein schon wegen meiner Körpergröße (lacht).

Auf was freust du dich am Show-Tag am meisten?

Die Kollektion bei der Probe das erste Mal auf dem Laufsteg zu sehen . Es war schon die letzten zwei Tage toll, die Sachen bei dem Fitting an den Models zu sehen – das ist einfach etwas ganz anderes. Vorher ist man oft unsicher, sieht die Sachen nur auf der Stange hängen und kann sie nach einiger Zeit oft nicht mehr sehen. Wenn das dann aber ein Gesamtbild ergibt, ist das sehr schön.

Ich bin schon sehr gespannt auf ihre Show und freue mich ebenfalls das Gesamtbild auf dem Laufsteg zu sehen. Der Show-Bericht folgt in Kürze. Mehr über Malaikaraiss erfahrt ihr außerdem in der nächsten Ausgabe der BLONDE, der “New Born” Issue, die im März erscheint.


Credits: I♥PONYS

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