PONYTALE// ANNA WEGELIN

Das “forbidden Dress” und Annas derzeitige Lieblingsillustrationen.

 

Wenn ich eine Modedesignerin wäre, würden meine Kreationen vielleicht ein bisschen so wie Annas aussehen – bunte Farbmeere, einzigartige Schnitte und bestimmt kein tragbarer Einheitsbrei. Schon vor einiger Zeit stellte ich Anna Wegelins  hübsche Zwischenprüfungskollektion “forbidden colours” vor.  Jetzt hat die talentierte Modedesignstudentin, die gerade erst Richard Nicoll in London assistierte, ihre Designs gesattelt und erzählt im PONYTALE- Interview von verboteten Kleidern, stummen Welten und den jungen Talenten der Akademie für Mode & Design…

Annas Accessoirelinie “Fokahontas”.

Welches selbst entworfene Designstück war dir das Liebste in deiner bisherigen Laufbahn?
Es ist definitiv das “forbidden dress”, den  Stoff habe ich wie im Wahn bemalt. Am Ende war ich selbst überrascht was da rausgekommen ist. Dieses Kleid steht ganz klar für das, was mein Design ausmacht, Einzigartigkeit.

Ist das Kleid im Rahmen eines vorgegebenen Themas in deinem Studium entstanden?
Das” forbidden dress” ist im Rahmen meiner Zwischenprüfung entstanden, das Thema war Manipulation.

Von was hast du dich inspirieren lassen?
Ich habe mich von meinem Empfinden inspirieren lassen. Es ist ein Gefühl, das diese Farben auf den weißen Stoff bringt. Diese Farben bezeichne ich manchmal als eine Art Schrei, aus einer stummen grauen Welt.

Mit welcher Technik ist dieses Farbenmeer entstanden?
Ich würde es als eine “Aggressionsabbautechnik ” beschreiben, man nimmt alle Farben, die sich auf Stoff bringen lassen, spritzt, schmiert und gießt ein stimmiges Bild. Für manche eine Technik, für mich eher eine Therapie.

Wo befindet sich das Kleid jetzt? Trägst du es auch selbst?
Wenn es  gerade mal nicht auf einem Fotoshooting ist, dann hängt es irgendwo in meinem Schrank. Ich selbst würde es nicht tragen oder verkaufen. Ich habe natürlich auch ein “forbidden dress”, das Original ist jedoch nur zum anschauen da. Ein “forbidden dress” kann man neuerdings auch in meinem Onlinestore erwerben.

Wirst du an der AMD Modenschau in Hamburg im Februar teilnehmen?

Die Modenschau ist nur für die Absolventen von 2009. Da ich meinen Abschluss erst im Dezember mache, wird man meine Kollection erst nächstes Jahr zu sehen bekommen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall zur PULS10 zu kommen, da dort dieses Jahr großartige Jungdesigner, wie Leo Bachmann, Philipp Reining oder auch Bentje Graumann ihre Abschlusskollektionen präsentieren.

Auf deinem Blog “Lachsbrötchen” entdeckt man immer wieder hübsche Illustrationen. Was inspiriert dich und wie lange arbeitest du an einer Illustration?
Meine Illustrationen sind meistens ein Ausdruck meiner Gefühle und falls ich mal nicht todtraurig, nachdenklich oder überglücklich bin, bediene ich mich an einer Zeitschrift oder einem Buch, suche ein Bild, mit einer Geschichte und versuche dann diese Geschichte mit meinen Worten, in einer Illustration wiederzugeben. An einer Illustration sitze ich von fünf Minuten bis zu sechs Stunden, es kommt immer darauf an, wie ich dem Thema oder der Zeichnung verfallen bin.

Anna Wegelin:

Internetseite+ Onlinestore: www.annawegelin.com

Blog: www.lachsbroetchen.blogspot.com

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